Geschichten

COVID-19: Wir sind für Sie da

Die aktuelle Pandemie trifft uns alle auf unterschiedliche Weise. Weltweit verspüren viele Menschen in diesen Tagen eine Mischung aus Angst, Trauer und Panik. Hoffnung scheint ein knappes Gut zu sein.

Hier bei Medair waren wir nicht nur um das Wohlergehen der bedürftigen Personen in unseren Einsatzländern besorgt – wir haben in dieser Zeit auch an Sie gedacht.

Mir ist bewusst, dass nicht wenige unter Ihnen im Gesundheitswesen tätig sind und sich an vorderster Front für die Aufrechterhaltung der lokalen Gesundheitsversorgung einsetzen. Ärzte und Pflegepersonal tun während dieser Pandemie ihr Bestes, um möglichst viele Leben zu retten – dafür gilt ihnen unser grosser Dank. Auch die Nothilfeteams von Medair sind rund um die Uhr in abgelegenen, gefährdeten Gebieten im Einsatz – Orte, an denen das Virus besonders fatale Auswirkungen hat. In einigen Ländern wurden bisher kaum Gesundheitsinformationen verbreitet. Deshalb wissen viele Menschen gar nicht, wie sie reagieren und einer Ansteckung mit dem Virus vorbeugen können.

Weltweit verbunden

Wir sind alle gemeinsam in dieser Situation, vereint auf der ganzen Welt in einer Zeit in der Trennung zu oft zur Norm geworden ist. Wir werden daran erinnert, was wirklich zählt – die Menschen, die wir lieben, unsere Gesundheit und die Möglichkeit, uns frei zu begegnen.

Wie die meisten von Ihnen bin ich im Moment mit meiner Familie zu Hause und arbeite im Home-Office. Auch hierzulande machen sich viele von uns Sorgen, haben Angst. Doch abgesehen von einigen Einschränkungen brauchen wir nicht auf unseren gewohnten Komfort zu verzichten. Ganz anders sieht das in den Einsatzländern von Medair aus. Wie geht «Social Distancing» in einem überfüllten Flüchtlingslager? Wer kann sich richtig die Hände waschen, wenn Seife und Wasser fehlen? Und wie können Verdachtsfälle auf COVID-19 getestet werden, wenn es weit und breit kein Gesundheitszentrum gibt? Die vollständigen Auswirkungen dieser Pandemie sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Aber eines ist sicher: Menschen in den bedürftigsten Regionen der Welt werden – wie so oft – von der aktuellen Krise besonders schwer getroffen.

Vor kurzem entliessen wir voller Freude den letzten Ebola-Patienten aus einem unserer Gesundheitszentren in der DR Kongo. Ein grosser Erfolg! Tags darauf meldete das Land seinen ersten bestätigten Corona-Fall. Seither gibt unser Einsatzteam alles, um Gemeinschaften, lokale Behörden und Gesundheitseinrichtungen bei ihren Aktivitäten zur Vorbereitung, Bewältigung und Überwindung des neuen Virus zu unterstützen.

In Kontakt bleiben

Die Mitarbeitenden von Medair verfügen über Fachwissen in der Bekämpfung von Epidemien, der psychosozialen Hilfe in Krisenzeiten und kennen bewährte Methoden zur Förderung von Gesundheit und Hygiene.

Wir sind für Sie da. Über feedback@medair.org können Sie uns Ihre Fragen oder Gedanken zukommen lassen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Das Corona-Virus ist noch nicht unter Kontrolle. Aber: Wir können die Einsamkeit bekämpfen, indem wir, so gut es geht, mit unseren Liebsten in Kontakt bleiben. Unterstützen wir uns gegenseitig und sind wir füreinander da. Gemeinsam stehen wir das durch!