Medair

International Humanitarian Aid Organisation

Medair in Ihrer Nähe

Südsudan: Fortsetzung der Hilfsprogramme in der Grenzregion trotz Konflikteskalation

JUBA, Südsudan – Obwohl die Lage in der Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan immer unsicherer wird, leistet Medair weiter Hilfe für die bedürftigen Familien im Bundesstaat Obernil.

Im Bezirk Renk im Bundesstaat Obernil versuchen die mittellosen Gemeinden, den Flüchtlingsstrom von etwa 20 000 Rückkehrern aus dem Sudan, die in provisorischen Camps am Rande der Dörfer leben, zu bewältigen. Die Familien in diesen Camps haben nur wenig zu essen und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung, Wasser und sanitären Einrichtungen.

In den letzten drei Monaten haben sich die Nothilfeteams von Medair aktiv an der Hilfe für Tausende Rückkehrer in Renk beteiligt. Zudem wurde ein Programm gestartet, um die Gemeinden des Bezirks zu unterstützen.

„Zurzeit muss man, wenn man den bedürftigsten Menschen im Südsudan helfen will, auch in unsicheren Gebieten arbeiten“, erklärt die Medair-Landesbeauftragte Caroline Boyd. „Das nehmen wir nicht auf die leichte Schulter, aber wir möchten gleichzeitig alles tun, was in unserer Macht steht, um die Familien zu unterstützen, die unsere Hilfe dringend brauchen.“

Der eskalierende Konflikt in der Region macht die Lage für die Bedürftigen noch gefährlicher, insbesondere wenn die Hilfsorganisationen dort nicht mehr sicher arbeiten können.

„Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter in einer sicheren Umgebung tätig sein können“, sagt Caroline Boyd. „Wir arbeiten auch weiterhin eng mit den lokalen Behörden und anderen Organisationen zusammen, um verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die die Sicherheit unserer Mitarbeiter gewährleisten.“

Während der Südsudan seine ersten Schritte als unabhängiger Staat macht, steht die Bevölkerung vor riesigen Herausforderungen, zu denen auch grosse humanitäre Bedürfnisse zählen.

„Die Situation vor Ort ist komplex, und genau in solchen Zeiten werden Hilfsorganisationen am dringendsten gebraucht“, erklärt Caroline Boyd. „Solange es die Sicherheitslage erlaubt, wird Medair die Bevölkerung auch weiterhin unterstützen, wie wir es bereits seit 1995 im Südsudan tun.“
_______________________________________________________________________________


Das Medair-Nothilfeprogramm im Südsudan wird durch die GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission, die Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID), den Common Humanitarian Fund, den Multi-Donor Trust Fund, die Schweizer Glückskette, den Basic Services Fund, die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, The Big Give (UK) und private Spender unterstützt.

Der Südsudan ist seit dem 9. Juli 2011 ein unabhängiger Staat. Medair ist seit 1991 in der Region tätig und seit 1995 ständig vor Ort. Wir leisten in bedürftigen Gemeinden Unterstützung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und WASH und führen in allen zehn Bundesstaaten Nothilfeeinsätze durch.

Lesen Sie mehr zur Arbeit von Medair im Südsudan.

Dieses Internet-Update wurde mit Mitteln erstellt, die Medair-Mitarbeiter vor Ort und am Hauptsitz gesammelt haben. Bei den darin geäusserten Meinungen handelt es sich ausschliesslich um die Ansichten von Medair; sie geben nicht unbedingt den offiziellen Standpunkt anderer Hilfsorganisationen wieder.





Spenden Sie heute



Bleiben Sie informiert



Nachrichten von Medair

Das Herzstück unserer Arbeit

Somalia -

In den Lagern Somalilands kommen verschiedene Formen...

Brücken bauen

Kongo (DRC) -

Medair richtet einen lebenswichtigen humanitären...