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: Einsatz nach Krankheitsausbruch in Dungu, DR Kongo

Die internationale Nichtregierungsorganisation Medair hat einen Soforteinsatz eingeleitet, um in zwei Gesundheitsgebieten der Region Dungu den Ausbruch einer blutigen Durchfallerkrankung einzudämmen.

Medair hat einen Soforteinsatz eingeleitet...

Medair hat einen Soforteinsatz eingeleitet...

...um in zwei Gesundheitsgebieten der Region Dungu den Ausbruch einer blutigen Durchfallerkrankung einzudämmen

...um in zwei Gesundheitsgebieten der Region Dungu den Ausbruch einer blutigen Durchfallerkrankung einzudämmen

Das medizinische Material umfasste Antibiotika, Infusionsflüssigkeit, orale Rehydratationslösung und Wasserreinigungstabletten

Das medizinische Material umfasste Antibiotika, Infusionsflüssigkeit, orale Rehydratationslösung und Wasserreinigungstabletten

In Amadi, einem der Dörfer, in denen die Krankheit ausgebrochen ist, sind sieben Menschen an blutigem Durchfall gestorben und weitere 286 erkrankt. Amadi liegt zwei Tagesreisen vom Medair-Stützpunkt Isiro entfernt.

Nach Eintreffen der Nachricht handelte Medair umgehend und packte medizinisches Material in Kisten für den Nottransport. „Wir versandten am nächsten Morgen 350 Kilogramm medizinisches Material“, sagt der Logistikverantwortliche Guillaume Lemer. „Damit die dringend benötigten Arzneimittel so schnell wie möglich nach Amadi gebracht werden konnten, verluden wir sie auf vier Motorräder.“

Das medizinische Material umfasste Antibiotika, Infusionsflüssigkeit, orale Rehydratationslösung und Wasserreinigungstabletten. Einer der medizinischen Leiter von Medair begleitete den Transport, um die Situation vor Ort zu beurteilen.

Die Krankheit brach in einer Region aus, wo Tausende von Menschen Zuflucht vor den Angriffen der Lord’s Resistance Army (LRA) gefunden haben. Amadi nahm erstmals im März Binnenvertriebene auf, als die LRA weiter nach Westen vordrang. Heute leben ca. 6 000 Binnenvertriebene zusammen mit den Dorfbewohnern auf sehr begrenztem Raum, was das Risiko von Krankheitsausbrüchen vergrössert.

„Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen“, meint Florentin Inikpio Manga, medizinischer Leiter bei Medair. „Als wir eintrafen, hatten die Gesundheitseinrichtungen die letzten Antibiotikavorräte gerade aufgebraucht. Wir schulten auch Krankenschwestern in und um Amadi, wie sie eine Epidemie erkennen und behandeln können.“

Auch das Dorf Taduru wurde von der Krankheit getroffen. Dort starben in den ersten Tagen nach dem Ausbruch vier Menschen. Medair sandte medizinisches Material nach Taduru, aber aufgrund der erneuten Angriffe der LRA konnte kein Verantwortlicher mitreisen. Seit September 2008 leidet die Region unter ständigen Angriffen der LRA. Einige Dörfer wurden bis zu sechsmal angegriffen, sodass die Einwohner evakuiert werden mussten. Mehr als 1 000 Zivilisten wurden getötet, und ca. 250 000 Menschen mussten flüchten.

Die Angriffe machten einige Strassen für Wochen unpassierbar und schnitten einige Dörfer von der Hilfe ab. „Im Falle eines Epidemieausbruchs kann dies schlimme Folgen für die Bevölkerung haben", sagt die Stützpunktverantwortliche Susanne Krauss. „Wir hoffen, dass die Strasse nach Taduru bald wieder sicher genug ist, um einen medizinischen Leiter dorthin zu senden, der die Menschen unterstützt und beurteilt, wie die hingeschickten Arzneimittel wirken."

Da kein Ende des LRA-Konflikts in Sicht ist, wird Medair bei den Bedürftigen von Dungu und Umgebung weiterhin Nothilfe leisten.


Kontakt für Medien: Janneke de Kruijf, Medienverantwortliche. Janneke.dekruijf@medair.org oder Telefon +41 78 635 30 95.

 


Schätzungen des International Rescue Committee zufolge sind seit 1998 unglaubliche 5,4 Millionen Menschen in der DR Kongo an den Folgen des Krieges, insbesondere an Hunger und Krankheiten, gestorben. Seit elf Jahren unterstützt Medair in der DR Kongo Millionen Not leidende Menschen durch Soforthilfe- und Wiederaufbaumassnahmen und wurde als die "am meisten respektierte Organisation in der gesamten Region" bezeichnet. Jetzt, da der gewaltsame Konflikt auf tragische Weise erneut eskaliert, nutzt Medair die Fachkompetenz, die die Organisation im Laufe mehr als eines Jahrzehnts hat erwerben können, um den Bedürftigen in der DR Kongo die lebensrettende Hilfe zu bringen, die sie am dringendsten benötigen.

 

Medair steht den Menschen zur Seite, die in Krisen-, Kriegs- oder Katastrophengebieten am dringendsten Hilfe benötigen, und unterstützt sie durch lebensrettende Soforthilfe- und Wiederaufbaumassnahmen. Mitarbeiter verschiedener Nationen setzen sich – geleitet durch ihren christlichen Glauben – durch Anteilnahme und praktische Soforthilfe für Menschen in Not ein, ungeachtet deren ethnischer Zugehörigkeit, Religion und politischen Haltung. Seit der Gründung im Jahr 1989 bringt Medair mit unermüdlichem Engagement all jenen Menschen Hoffnung, die Hilfe am dringendsten benötigen.

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