Südsudan: Anhaltender Nothilfeeinsatz für Tausende Rückkehrerfamilien
Im südsudanesischen Bundesstaat Obernil haben mehr als 20 000 Rückkehrer aus dem Sudan in der Grenzstadt Renk provisorische Camps errichtet.
Ständig kommen neue Rückkehrer an, während andere das Camp verlassen, um die Reise in ihre Heimat fortzusetzen – in die Gemeinden, die viele von ihnen seit Beginn des Bürgerkriegs vor Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Gesundheitsmanager Amos Maganga behandelt einen Malaria-Patientin in einer mobilen Klinik im Rückkehrerlager Mina in Renk im südsudanesischen Bundesstaat Obernil. WASH-Techniker Asher Bray testet neue Wasserentnahmestellen im Rückkehrerlager Abayok in Renk im südsudanesischen Bundesstaat Obernil.
„Die Lebensumstände der Rückkehrer sind wirklich schockierend“, sagt Stella Chetham, Kommunikationsbeauftragte bei Medair.
Die unbefestigten Strassen nach Renk haben sich aufgrund der Regensaison in Schlammpisten verwandelt, was das Reisen extrem erschwert – sowohl für die Menschen, die die Region verlassen möchten, als auch für die Hilfsorganisationen, die mit Medikamenten und wichtigen Versorgungsgütern zum Camp gelangen wollen. „Als unser Auto schliesslich stecken blieb, watete unser Team durch den Sumpf, um zur Klinik zu kommen“, erzählt Stella.
In den letzten drei Monaten hat das Nothilfeteam von Medair sich aktiv an der Hilfe für die Rückkehrer in Renk beteiligt. 
Unser Notfallteam für Wasser, Hygiene und sanitäre Einrichtungen (WASH) arbeitet an einer Erweiterung des städtischen Wasserversorgungssystems bis in die Camps, damit auch den Rückkehrerfamilien sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Wir haben zudem Behelfslatrinen und Handwaschstationen errichtet und eine gross angelegte Hygieneaufklärungskampagne durchgeführt, um eine Ausbreitung von Krankheiten in diesen überfüllten schlammigen Camps zu verhindern.
„Wir möchten in den nächsten Monaten die Hilfe für die Familien in den Camps fortsetzen, bis die Rückkehrer, die zurzeit aufgrund der Regenfälle und der fehlenden Transportmöglichkeiten hier festsitzen, endlich das letzte Stück der Reise in ihre Heimatgemeinden antreten können“, erklärt Stella.
Der Nothilfeeinsatz von Medair in Renk wird durch die GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission und private Spender unterstützt.
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Dieses Internet-Update wurde mit Mitteln erstellt, die Medair-Mitarbeiter vor Ort und am Hauptsitz gesammelt haben. Bei den darin geäusserten Meinungen handelt es sich ausschliesslich um die Ansichten von Medair; sie geben nicht unbedingt den offiziellen Standpunkt anderer Hilfsorganisationen wieder.


