Zimbabwe > Länderhintergrund und gegenwärtige Herausforderungen
2008 und 2009 kam es in 55 der 62 Bezirke Zimbabwes zu einer lebensbedrohlichen Cholera-Epidemie mit mehr als 4000 Todesopfern. Der Ausbruch zählte zu den grössten, die in Afrika südlich der Sahara je dokumentiert wurden. Anders als früher betraf diese Cholera-Epidemie auch grosse Ballungsgebiete, die aufgrund von heruntergekommenen Wasserwerken, defekten Kanalisationsanlagen und herumliegendem Müll anfällig geworden waren.
Die Epidemie breitete sich rasch innerhalb der Ballungsgebiete aus und wurde durch Cholera-Kranke auch in ländliche Gebiete getragen. Nahrungsmittelknappheit und mangelnde Gesundheitsversorgung verschärften die Krise weiter.
Die Krisensituation in Zimbabwe hat sich seit Mitte 2009 zwar stabilisiert, doch mangelt es sowohl in den städtischen als auch in den ländlichen Gebieten noch immer an der lebensnotwendigen Grundversorgung. Auch wenn die Cholera-Epidemie vorüber ist, besteht eine reale Gefahr künftiger Ausbrüche, wenn die bestehende Wasser- und Sanitärinfrastruktur in den ländlichen und städtischen Gebieten nicht verbessert wird.
