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Hilfsbedarf im Bereich Wasser und sanitäre Einrichtungen (WASH)
Die allgemeine Vernachlässigung in den vergangenen Jahren hat zu einer dramatischen Verschlechterung der städtischen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung geführt. Vielerorts funktioniert die Ver- und Entsorgung wenn überhaupt nur mit 30% ihrer eigentlichen Kapazität. Die Leistungsfähigkeit der Wasserwerke wird durch einen Mangel an Ressourcen, u. a. an Arbeitskräften, Strom, Werkzeugen, Ersatzteilen, Fahrzeugen und Chemikalien, beeinträchtigt. Der Ressourcenmangel ist schuld an kaputten Pumpen, undichten Wasserleitungen und verstopften Abwasserkanälen. Die Trinkwasserversorgung und die sichere Abwasserentsorgung und -reinigung erfolgt nur in beschränktem Masse. In immer mehr Städten und Vorstädten ist die Wasserversorgung gänzlich zusammengebrochen, und die Bevölkerung ist gezwungen, Wasser aus anderen Quellen, auch aus oftmals mit Abwasser verunreinigten Flüssen, Teichen und Flachbrunnen, zu holen.
Im ländlichen Gokwe Nord haben die meisten Dörfer und Schulen keine geschützten Wasserquellen. Stattdessen holen die Menschen ihr Wasser aus Schöpflöchern am Rande des Flussbetts, aus offenen Flachbrunnen und Regenwassertümpeln. Dörfer, die über geschützte Wasserquellen verfügen, haben davon nicht genug. Der Grund dafür sind die weit verstreute Bevölkerung und defekte Pumpen wegen unzureichender Wartung. Einige Quellen liefern zudem aufgrund eines hohen Gehalts an Mineralien kein Trinkwasser.
Ferner ist die Fluorid-Kontamination in Gokwe Nord ein weit verbreitetes Problem. Deshalb ist das Wasser, das die meisten Menschen in diesem Bezirk trinken, von schlechter Qualität und gilt als potenzieller Cholera-Übertragungsweg.
Unsere Tätigkeiten im Fachbereich Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH)
Wiederaufbau
Gokwe North (ländlich)
Das Programm soll das Risiko eines Ausbruchs von Wasserkrankheiten (insbesondere Cholera) für die am schlimmsten von der Cholera-Epidemie betroffenen Einwohner der Verwaltungsbezirke in Gokwe Nord mindern. Hierbei sollen von Hand gegrabene Brunnen, die Sanierung von bestehenden eingefassten und offenen Brunnen und die Bereitstellung von Regenwassersammelanlagen für Schulen helfen.
Angesichts der Saisonabhängigkeit und der geringen Bevölkerungsdichte nutzt Medair verschiedene Möglichkeiten, um die Wasserqualität zu verbessern:
1. Bau von 42 neuen, von Hand gegrabenen Flachbrunnen, eingefasst und mit Handpumpen versehen, sowie Sanierung von 20 bestehenden Brunnen
2. Bereitstellung von drei Regenwassersammelanlagen (30 000 Liter pro Anlage) für zehn Schulen
3. Hygieneerziehung
Stadt Gokwe
Medair wird die Wassermenge für die Einwohner der Stadt Gokwe erhöhen, um die Ausbreitung von Wasserkrankheiten zu verhindern. Das Projekt umfasst die Reparatur bestehender Pumpen und Motoren und, wo nötig, die Montage von neuen Pumpen und Motoren, um die Versorgung mit Leitungswasser in der Stadt zu verbessern. Medair wird auch neue Bohrungen vornehmen und bestehende Bohrlöcher sanieren, um die verfügbare Wassermenge zu erhöhen.
