Somalia/ Somaliland > Länderhintergrund und gegenwärtige Herausforderungen

Behandlung akut unterernährter Kinder durch spezielle Ernährung in Burao.
Somalia/Somaliland ist auch weiterhin von einer allgemeinen humanitären Krise betroffen. 42% der Bevölkerung, d.h. schätzungsweise 3,2 Millionen Menschen, sind auf lebensrettende Soforthilfe angewiesen, um ihr Leben und ihre Lebensgrundlage zu schützen.
Die Angaben zur akuten Unterernährung sind weiterhin besorgniserregend. Jedes sechste Kind in Somalia/Somaliland leidet an akuter Unterernährung und benötigt eine spezielle Behandlung. Diese Zahlen gehören weiterhin zu den höchsten der Welt.
Die Sterblichkeitsrate in Somalia/Somaliland ist hoch. Malaria, Tuberkulose, Durchfallerkrankungen und andere vermeidbare oder leicht behandelbare Krankheiten fordern weiterhin Tausende Todesopfer jedes Jahr. Somalia/Somaliland hat zudem eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt (1400/100 000 Lebendgeburten). Der fehlende Zugang zu ausgebildeten Hebammen, Mängel bei der Behandlung geburtshilflicher Notfälle und begrenzte Möglichkeiten der Patientenüberweisung führen dazu, dass Komplikationen während der Schwangerschaft oft schlimme Folgen haben.
In Somaliland ist die Sicherheitslage im Vergleich zum restlichen Somalia relativ stabil. Die ländlichen Gebiete in Somaliland erleben zurzeit eine humanitäre Notsituation: Gründe sind die Dürre, die fehlende Grundversorgung, der Zustrom von Flüchtlingen aus Gebieten Somalias und die geringe humanitäre Hilfe. Infolge der fehlenden medizinischen Grundversorgung besteht ein hohes Risiko von Krankheitsausbrüchen.
