Medair

International Humanitarian Aid Organisation

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Haiti > Programmbeschreibung

1. Seit wann arbeitet Medair in dem Land?

Medair kam am 17. Januar 2010, fünf Tage nach dem Erdbeben, in Haiti an. Ein Expertenteam, zu dem unter anderem ein Nothilfemanager, ein Logistiksachverständiger, ein Kommunikationsbeauftragter und ein Architekt gehörten, führte eine Bedarfsermittlung für die Nothilfe in Port-au-Prince und im Department Sud-Est durch. Medair startete bereits nach kürzester Zeit ein Programm in Jacmel, das schon bald zu einer gross angelegten Hilfsaktion ausgebaut wurde.

 

2. Was sind die Tätigkeiten von Medair?

Medair stellt den Menschen Behelfsunterkünfte zur Verfügung, damit sie an ihre Heimatorte zurückkehren und ihre Lebensgrundlage wieder aufbauen können. Wir bemühen uns, den Familien so schnell wie möglich sichere Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 2010 errichtete bzw. sanierte Medair im Rahmen des Haiti-Hilfsprogramms 1 862 Unterkünfte, schuf so für mehr als 11 000 Menschen ein neues Zuhause und bot dabei mehr als tausend einheimischen Arbeitern die Möglichkeit, an Geld-für-Arbeit-Programmen teilzunehmen. Diese Anstrengungen wurden auch im Jahr 2011 fortgesetzt.

Zusätzlich kümmerte sich Medair im Jahr 2011 auch um die Bedürfnisse im Hinblick auf Unterkünfte, Wasser und Latrinen in der unterversorgten Region Côtes-de-Fer. Wir errichten hier dauerhafte Unterkünfte für 250 der bedürftigsten Einwohner und reparieren hunderte andere Häuser. Jede unserer dauerhaften Unterkünfte erhält, falls nötig, eine Regenwassersammelanlage und eine Latrine.

3. Wo führt Medair Projekte durch?

Jacmel und die ländliche Umgebung: Medair ist in Jacmel, der viertgrössten Stadt Haitis, sowie in den städtischen und ländlichen Gebieten des Departments Sud-Est im Einsatz.

In den ländlichen Gebieten waren die Häuser vor dem Erdbeben aufgrund der minderwertigen Bauweise häufig instabil. Diese abgelegenen ländlichen Gebiete sind oft nur schwer zugänglich, da die Strassen ausserhalb der Städte in einem schlechten Zustand sind und an vielen Stellen von Flüssen gekreuzt werden. In manchen Fällen muss man sogar zwei Stunden zu Fuss gehen, um eine ländliche Gemeinde abseits der Strasse zu erreichen.

Côtes-de-Fer


Auch sechzehn Monate nach dem Erdbeben haben einige Gemeinden in Côtes-de-Fer trotz der schweren Schäden noch immer nur wenig Unterstützung erhalten. In Côtes-de-Fer herrscht grosse Armut, daher ist es für die Bevölkerung besonders beschwerlich, die Häuser wieder aufzubauen. Kinder müssen manchmal weite Strecken laufen, um Wasser zu holen und offene Defäkation ist immer noch sehr weit verbreitet. Zudem gibt es hier ohnehin wenige Arbeitsplätze und das Erdbeben hat die Lage dahingehend noch weiter verschärft.

Aufgrund der kritischen Lage und der Abgeschiedenheit der Region beschloss Medair, hier ein umfangreiches 30-monatiges Projekt durchzuführen. Wir schulen die Menschen und stellen Materialien zur Verfügung, um die Unterkunftssituation sowie den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen für die bedürftigsten Familien zu verbessern. Dadurch erhalten die Einwohner, die diese Arbeiten ausführen, gleichzeitig ein kurzfristiges Einkommen.

4. Wie viele Mitarbeiter hat Medair in Haiti?

Wir beschäftigen derzeit etwa 15 internationale Mitarbeiter und 121 nationale Mitarbeiter.


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