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Haiti > Länderhintergrund und gegenwärtige Herausforderungen

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben mit der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala Haiti.

Es folgten schwere Nachbeben, durch die noch mehr Menschen verletzt und weitere Häuser zerstört wurden. Das Erdbeben verursachte umfangreiche Schäden in einem Land, das ohnehin schon mit chronischer Armut und den Folgen der verheerenden Wirbelstürme im Jahr 2008 zu kämpfen hatte.

Schätzungsweise drei Millionen Menschen wurden von diesem Erdbeben schwer getroffen. Die meisten von ihnen wurden obdachlos und viele von ihnen hatten auch keinen Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Grundversorgung.

Hunderttausende sind immer noch auf Hilfe angewiesen. Sie haben Familienmitglieder verloren und ihre Häuser, ihre Lebensgrundlage und ein Grossteil der Infrastruktur des Landes wurden zerstört. Grundlegende Bedürfnisse, die bereits zuvor bestanden, können nun durch das Erdbeben im Jahr 2010 noch weniger bedient werden.

Etwa 80 Prozent der haitianischen Bevölkerung lebt in Armut [1], und mehr als die Hälfte der Bevölkerung (54 Prozent) verdient nur etwa einen Dollar pro Tag [2].

Viereinhalb Millionen Haitianer leiden unter Lebensmittelknappheit und 800 000 von ihnen fehlt es sogar an einem regelmässigen Zugang zu Grundnahrungsmitteln [3].

Gegenwärtige Herausforderungen

Im Oktober 2010 kam es zu einer Cholera-Epidemie in Haiti und mittlerweile hat sich Cholera dort zu einer endemischen Krankheit entwickelt und während der Regensaison stiegen die Infektionsraten rasant an.

Die Anzahl der Menschen, die in Camps leben, ist von 1,5 Millionen auf 550 560 (November 2011) gesunken. Manche, die die Camps verlassen haben, kehren nun in instabile Häuser zurück [4].

Haiti befindet sich mitten in einem Hurrikangürtel und wird von Juni bis Oktober oft von schweren Stürmen heimgesucht und das Land erlebt zudem auch Überschwemmungen, Erdbeben und Dürreperioden. Die flächendeckende Abholzung hat Haiti bei Hurrikans zusätzlich anfällig gemacht [5].

Wenn Hurrikans auf die Insel treffen, bedeuten die starken Winde und Überschwemmungen eine ernste Gefahr für die Bewohner der Camps und sie bedrohen auch die Lebensgrundlage vieler anderer Menschen im Land.

Der späte Beginn der Regenzeit im Jahr 2010 gefährdete zudem die Frühjahrsernte und führte somit zu einer weiteren Bedrohung durch die Nahrungsmittelknappheit in einigen Gebieten [6]. Die Beschäftigungsquote in Haiti liegt bei 40,6 Prozent und mehr als zwei Drittel der Arbeitskräfte haben keinen offiziellen Arbeitsplatz [7].

Die Geld-für-Arbeit-Programme sind für viele Haitianer immer noch sehr wichtig.

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[1] World Factbook: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ha.html [Kopieren Sie den Link und fügen Sie ihn in Ihren Browser ein]
[2]  Weltbank. siteresources.worldbank.org/INTHAITI/Resources/Haiti.AAG.pdf
[3] UNOCHA Humanitarian Bulletin, 18. Oktober 2011,
haiti.humanitarianresponse.info/Portals/0/Information%20Management/Humanitarian%20Bulletin/OCHA%20Haiti_Humanitarian%20Bulletin_11_ENG.pdf
[4] 30. September 2011; www.unocha.org/top-stories/all-stories/erc-amos-concerned-over-humanitarian-gaps-haiti; Büro des Haiti-Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen: www.haitispecialenvoy.org/press-and-media/press-releases/camp-population-falling-challenges-remain/
[5]  World Factbook: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ha.html [Kopieren Sie den Link und fügen Sie ihn in Ihren Browser ein]
[6]  OCHA. www.unocha.org/top-stories/all-stories/haiti-late-rainfall-increases-food-insecurity
[7]  World Factbook: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ha.html [Kopieren Sie den Link und fügen Sie ihn in Ihren Browser ein]

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