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Medizinische Versorgung

Drei Jahrzehnte Diktatur gefolgt von jahrelangen ethnischen Konflikten haben das Land und sein Gesundheitssystem vollkommen zerstört. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahr 2003 sind in Bezug auf die Stärkung der Handlungskompetenz der Kliniken im schwer zugänglichen Osten der D.R. Kongo zwar gewisse Fortschritte zu erkennen, doch haben die Konflikte mit der LRA im äussersten Norden die Provinzgesundheitsbehörden stark überfordert.

Viele Gesundheitseinrichtungen liegen nun Hunderte Kilometer vom nächsten Arzneimittellager entfernt, sodass ein riskanter Transport auf extrem schlechten Strassen erforderlich ist, was wiederum die Lieferung von Medikamenten behindert und die Qualität der medizinischen Versorgung verschlechtert.

Zu den häufigen und mehrheitlich ohne Weiteres vermeidbaren Krankheiten im Osten der D.R. Kongo zählen Malaria, Durchfall, Atemwegserkrankungen und Krankheiten im Zusammenhang mit HIV und sexueller Gewalt.

Nothilfe

Dank unserer flächendeckenden Präsenz in den Bezirken Ituri und Haut- bzw. Bas-Uélé können wir innerhalb kürzester Zeit auf Ausbrüche verschiedener Krankheiten in der Region und in Gebieten mit vielen Flüchtlingen reagieren. Unsere Nothilfeeinsätze werden von ECHO finanziert.

Wiederaufbau
Psychologische Behandlung

Psychologische Behandlung

Medair unterstützt in der D.R. Kongo bis zu 30 Gesundheitszonen und über 500 Gesundheitsstrukturen. Unsere Unterstützung beinhaltet unter anderem: fachliche Anleitung, Betreuung und Ausbildung von medizinischen Kräften sowie Bereitstellung von Medikamenten und Materialien. In diesen Gesundheitseinrichtungen arbeiten insgesamt mehr als 5000 medizinische Kräfte.

In den von Medair betreuten Gesundheitseinrichtungen werden jeden Monat über 100 000 Menschen behandelt, und noch wesentlich mehr Menschen – vor allem Kinder – kommen in den Genuss von Präventionsmassnahmen und Impfungen.

Medair engagiert sich besonders stark für die Hilfe für Opfer sexueller Gewalt und die psychosoziale Betreuung von Kindern. In den Bezirken Haut- und Bas-Uélé liegt unser Schwerpunkt auf der Behandlung und Vorbeugung von HIV/Aids. Die Behandlung und Vorbeugung von Malaria spielt hingegen in allen Einsatzgebieten eine wichtige Rolle.

Die Arbeit unseres Fachbereichs „medizinische Versorgung“ in der D.R. Kongo wird durch EuropeAid, Cordaid NL, ECHO und private Spender finanziert.


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