Afghanistan > Länderhintergrund und gegenwärtige Herausforderungen
Durch den seit 35 Jahren währenden Kriegszustand sind die Menschen einer ständigen Krisensituation ausgesetzt. Obwohl die Taliban bereits vor zehn Jahren gestürzt wurden, haben die ständigen Unruhen und die immer häufigeren Aufstände jegliche Bemühungen, für Stabilität und Entwicklung in diesem Land zu sorgen, zunichtegemacht. Fast ein Drittel der afghanischen Bevölkerung ist von einer unzureichenden Nahrungsmittelversorgung betroffen [1]. Etwa 237 000 Kinder sterben in Afghanistan, bevor sie fünf Jahre alt werden - das bedeutet, dass durchschnittlich 650 Kinder pro Tag sterben [2]. Mehr als ein Viertel dieser Todesfälle ist auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen [3], ein Indikator für die schlechten sanitären Anlagen und das unsaubere Wasser im Land. Zudem sind mehr als 400 000 Menschen - das ist die grosse Mehrheit der Menschen, die in abgelegenen Dörfern leben - jedes Jahr von Naturkatastrophen betroffen [4]. Für diese Familien, von denen viele von der Hand in den Mund leben, bedeutet ein Hochwasser, ein Erdrutsch oder ein Erdbeben, dass sie die wenigen Dinge, die ihnen zum Überleben bleiben, noch verlieren, so dass sie dann dringend auf Hilfe von aussen angewiesen sind.
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[1] 2007-2008 National Risk and Vulnerability Assessment (NRVA) ec.europa.eu/europeaid/where/asia/documents/afgh_nrva_2007-08_full_report_en.pdf
[2] Levels and Trends in Child Mortality, Report 2010. UN Inter-agency Group for Child Mortality Estimation: www.childmortality.org/stock/documents/Child_Mortality_Report_2010.pdf
[3] WHO Statistics 2011. www.who.int/whosis/whostat/EN_WHS2011_Full.pdf
[4] 2007-2008 National Risk and Vulnerability Assessment (NRVA)
ec.europa.eu/europeaid/where/asia/documents/afgh_nrva_2007-08_full_report_en.pdf
