Medair

International Humanitarian Aid Organisation

Medair in Ihrer Nähe

Mütter in Not

Mutter mit ihrem Kind

Mutter mit ihrem Kind

In Afrika südlich der Sahara und in Afghanistan erzielt Medair grosse Fortschritte, um schwangeren Frauen zu helfen, die Risiken der Geburt zu überstehen. Bitte spenden Sie heute für hilfsbedürftige Mütter und ihre Kinder, damit sie die lebensrettende Versorgung erhalten, die ihnen zusteht.


Seit über 30 Jahren leistet Thoma Basjier Geburtshilfe im Sudan. Trotz ihrer grossen Erfahrung hatte sie aber bis zu dem Tag, an dem Medair in ihrer Gemeinde einen Workshop durchführte, keinerlei formale Ausbildung erhalten. Während des Workshops sass Thoma aufmerksam in der ersten Reihe und nahm die neuen Informationen zum Thema Fortpflanzungsgesundheit, die ihr eine noch bessere Arbeit ermöglichen würden, eifrig auf.


Für unsere Mitarbeiter war es eine Freude, eine so kluge, erfahrene und respektable Teilnehmerin dabei zu haben, und auch Thoma war sehr dankbar für die Möglichkeit, ihr Wissen erweitern zu können.Sie erhielt ein Zertifikat und eine einfache Hebammenausrüstung mit Handschuhen für die Entbindung und sauberen Rasierklingen zur Durchtrennung der Nabelschnur. Die Rasierklingen, so Thoma, würden die Pflanzenstängel ersetzen, die sie bisher dazu verwendet hatte.


Für uns in den Industrieländern ist die Geburt eines Kindes ein wunderbarer Augenblick im Leben einer Frau, der nur mit einem äusserst geringen Risiko für die Mutter verbunden ist. In vielen Ländern birgt eine Geburt jedoch zahlreiche Gefahren für Mutter und Kind. Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin Wissen vermitteln und Schulungen anbieten, durch die das Leben vieler Frauen eben in dem Augenblick gerettet werden kann, in dem sie neues Leben schenken.


In Afrika südlich der Sahara ist die Geburt eines Kindes ein äusserst gefährliches Unterfangen, da Schwangere oft keinen hinreichenden Zugang zu entsprechender medizinischer Betreuung haben. Im Sudan liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau als Folge der Schwangerschaft und Geburt stirbt, bei 1 zu 30.[1] Aus einem aktuellen UNFPA-Bericht geht sogar hervor, dass der Südsudan die höchste Müttersterblichkeitsrate der Welt aufweist, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, infolge einer Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, noch wesentlich höher ist.[2] Im Nachbarland Demokratische Republik Kongo liegt das Risiko für eine Frau, an schwangerschafts- oder geburtsbedingten Ursachen zu sterben, bei erschreckenden 1 zu 13.[3]


Sowohl im Sudan als auch in der Demokratischen Republik Kongo wirkt Medair diesen schlimmen Zuständen durch verschiedene Projekte zur Reduzierung der Müttersterblichkeit entgegen. Die Projekte beinhalten Weiterbildungsmassnahmen für Hebammen und traditionelle Geburtshelfer, prä- und postnatale Untersuchungen, sichere Geburtsbereiche sowie die Verteilung von sicheren Hebammenausrüstungen und Medikamenten.


In Afghanistan liegt das Risiko, dass eine Frau infolge der Schwangerschaft oder Geburt stirbt, mittlerweile bei traurigen 1 zu 6.[4] In der entlegenen Provinz Badakhshan, in der Medair tätig ist, ist die Wahrscheinlichkeit wohl noch höher, wie eine UNICEF-Studie aus dem Jahr 2002 mit der höchsten jemals verzeichneten Müttersterblichkeitsrate zeigt.[5]


„Dinge, die normalerweise aus der Schule bekannt sind oder von den Eltern vermittelt werden, wie grundlegende hygienische Kenntnisse, fehlen hier fast völlig”, so Dr. Hilje Zandberg von Medair. „Deshalb bin ich auch so leidenschaftlich bei der Arbeit. Eine Klinik zu bauen ist einfach. Aber Medair baut ja nicht bloss materielle Dinge. Wir investieren unsere meiste Energie in Menschen – in Ärzte, Krankenschwestern und Patienten.”


In Badakhshan gab es bis vor fünf Jahren so gut wie keine medizinische Grundversorgung. Heute betreibt Medair im gesamten Provinzgebiet vier Kliniken und 40 Krankenstationen, deren medizinisches Personal sowohl aus Männern als auch aus Frauen besteht. In einigen Gebieten war es Frauen sogar verboten, Gesundheitskliniken aufzusuchen, doch in den vergangenen Jahren konnte eine grundlegende Verhaltensänderung in der Bevölkerung festgestellt werden und viele Frauen gehen nun regelmässig in die Kliniken. Am vielversprechendsten ist, dass gemäss kürzlich durchgeführten qualitativen Bewertungen sowohl die Kinder- als auch die Müttersterblichkeitsrate erheblich gesunken ist.


Die Verwaltungskosten von Medair für den humanitären Bereich sind sehr gering, sodass 87% unserer Spenden direkt in praktische Hilfsmassnahmen fliessen. Ihre Spende ist bei uns also in guten Händen und Sie können sicher sein, dass durch Ihre Spende nicht nur das Leben der hilfsbedürftigen Frauen entscheidend verändert wird, sondern auch langfristige Verbesserungen in ihren Gemeinden erzielt werden.Unsere Bemühungen, die Müttersterblichkeit zu senken, haben bereits erstaunliche Früchte getragen. Wir machen erhebliche Fortschritte und geben einige sehr positive Impulse. Bitte spenden Sie noch heute und helfen Sie uns dadurch, diese lebensrettenden Impulse weiter voranzutreiben.




[1,3,4] Maternal mortality in 2000 : estimates developed by WHO, UNICEF and UNFPA. Department of Reproductive Health and Research, World Health Organization, Geneva. 2004.
[2] www.reuters.com/article/healthNews/idUSL0666311520070606
[5] Maternal Mortality in Afghanistan: Magnitude, Causes, Risk Factors and Preventability. Summary Findings. Linda Bartlett, MD, MHSc, UNICEF. 2002.





Spenden Sie heute