Madagaskar zählt zu den am häufigsten von Naturkatastrophen betroffenen Ländern der Welt. Der Inselstaat wird regelmässig von verheerenden Wirbel- und Tropenstürmen heimgesucht, die in Dorfgemeinschaften massive Schäden anrichten. Familien fällt es daher schwer, diesen Kreislauf der Armut und des konstanten Wiederaufbaus zu durchbrechen. Prognosen zufolge wird die grosse Insel angesichts der jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit El Niño im Laufe des Jahres 2016 noch häufiger von Naturkatastrophen betroffen sein.

Isolation bedeutet auch Kampf ums Überleben – insbesondere für die kleinen Dorfgemeinschaften im Nordosten. Zahlreiche Orte sind ausschliesslich über den Seeweg oder zu Fuss erreichbar. Krankheiten, die auf den grundsätzlichen Mangel an sauberem Trinkwasser sowie unzureichende Hygiene zurückzuführen sind, zählen zu den grössten Problemen für Familien in der Region.

UNSER TÄTIGKEITSFELD

Sauberes Trinkwasser. Medair reist in entlegene Dorfgemeinschaften, um seit geraumer Zeit bestehende Probleme bezüglich der Wasserversorgung zu beheben. Wir errichten Wasserstellen, installieren handbetriebene Pumpen und Hochreservoirs. Zudem schulen wir die einheimische Bevölkerung darin, wie sie mit der neuen Ausrüstung umgehen und diese instand halten sollen. Die erworbenen Kenntnisse können auf diesem Weg an die kommende Generation weitergeben werden.

 Hygienische Toiletten-Anlagen. In der häufig von Überschwemmungen betroffenen Stadt Maroantsetra beteiligt sich Medair an der Errichtung von umweltverträglichen WC-Anlagen mit eigener Dusche, um für eine bessere Hygiene zu sorgen und das Wohlbefinden im Allgemeinen zu fördern. Durch umfangreiche Subventionen wird gewährleistet, dass diese WC-Anlagen Familien zu erschwinglichen Preisen zugänglich sind. Darüber hinaus schulen wir lokale Handwerker in entlegenen Dorfgemeinschaften im Bau von hygienischen WC-Anlagen.

Förderung des Hygieneverhaltens. Medair setzt auf kreative Methoden wie Puppentheater, Zeichentrick und Filmvorführungen unter freiem Himmel. Dadurch wird ein besseres Verständnis für massgebliche lebensrettende Verhaltensweisen vermittelt. Dies betrifft etwa das Händewaschen und eine gute Hygienepraxis. Wir bilden freiwillige Dorfhelfer aus, um diese entscheidenden Informationen an ihre Dorfgemeinschaften weiterzugeben und Menschen zu gesünderen Hygienegewohnheiten anzuregen.

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